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Wir danken der gemeinnützigen Schön Klinik Stiftung für Gesundheit für ihre großzügige Unterstützung unserer Arbeit.
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Über unseren Verein

Der Verein SMILE - schenke ein Lächeln e.V. hat sich im Februar 2011 gegründet, um gemeinsam bedürftige Menschen in Indien zu unterstützen. Bisher gilt unsere Unterstützung vor allem dem Kinderheim Good Life Centre in Südindien. SMILE steht für das dankbare Lächeln der Kinder und für die Freude, die es uns bereitet, diesen Kindern zu helfen.

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Veröffentlicht am 23.09.2011 22:13 Uhr
Interview mit K. Baskaran am 2.9.2011

Interview mit K. Baskaran – Leiter des Heims Good Life Centre
(durchgeführt und frei übersetzt von A. Müller am 2.9.2011)

A. Müller: Wie viele Kinder hat das GLC?
K. Baskaran: 140. Es wohnen 48 Mädchen und 26 Jungen im Heim für Kleinkinder, 34 Jungen im Haus für die Jungen. 14 Mädchen und 18 Jungen gehören zum Heim für Kinder mit geistiger Behinderung. Davon gehen 90 Kinder zur Schule.

A.M.: Wie viele Mitarbeiter kümmern sich um sie?
K.B.: 21 Mitarbeiter helfen bei den Kindern, in der Küche und in der Verwaltung.

A.M.: Warum wurden diese Kinder ins GLC gebracht?
K.B.: Die Kinder haben kein Zuhause. Manche haben beide Eltern oder ein Elternteil verloren. Einige wurde auf der Straße gefunden und zum GLC gebracht. Andere haben zwar Eltern. Diese sind allerdings so arm, dass sie nicht für ihre Kinder sorgen können.

A.M.: Nehmt ihr alle Kinder auf, die die Leute zu euch bringen?
K.B.: Wir nehmen alle Mädchen, die eine Behinderung haben, da es in der Region kein anderes Heim für Mädchen oder Frauen mit Behinderungen gibt. Für Kinder ohne Behinderung gibt es eine Altersbegrenzung von 12 Jahren.

A.M.: Wie finanziert sich das GLC?
K.B.: Das GLC lebt von Spenden. 80 % der Spenden kommen von Menschen aus Tambaram, die vorbei kommen und sehen, wie die Kinder hier leben. Die Regierung gibt leider keinen regelmäßigen Zuschuss. Nur einmal bekamen wir Unterstützung bei dem Bau eines neuen Gebäudes.

A.M.: Hat das GLC ein Patenschaft-Programm?
K.B.: Bisher werden 9 Kinder mit Behinderungen von Paten unterstützt. Wir möchten gerne für jedes Kind einen Paten oder eine Patin finden, die sie finanziell und moralisch unterstützen.

A.M.: Wie kamst du dazu, das GLC ins Leben zu rufen?
K.B.: Ich war mit Freunden unterwegs, als wir eine Frau in sehr schlechtem Zustand am Busbahnhof fanden. Wir konnten sie nicht einfach dort liegen lassen, also nahmen wir sie mit nach Hause. Für unsere Familie war es allerdings ein Problem, die Frau bei uns zu Hause zu pflegen. Nach kurzer Zeit fanden wir eine zweite Frau auf der Straße, der es ebenso schlecht ging. Es gab kein Heim in der Nähe, die diese zwei Frauen, die beide Behinderungen hatten, aufnehmen wollte. Schließlich begann ich mit der Hilfe meiner Großmutter mich um sie zu kümmern. Wir meldeten Good Life Centre als eingetragene Organisation an. Nach und nach kamen immer mehr Kinder dazu.

A.M.: Was sind eure aktuellen Probleme?
K.B.: Das Hauptproblem ist die Unterbringung. Wir haben wenig Platz für so viele Kinder. Daher planen wir ein neues Gebäude außerhalb der Stadt, wo die Kinder mehr Platz haben sollen. Die Bildung der Kinder liegt uns am Herzen. Dafür brauchen wir Fachkräfte für die Hausaufgabenbetreuung und natürlich Spenden, um die Schule zu bezahlen. Zudem steigen die Ausgaben für Gas derzeit enorm an.

A.M.: Gab es einen Tag, an dem du deine Arbeit im GLC gerne aufgegeben hättest?
K.B.: 6 Monate nach der Gründung zerstörte ein Mädchen die gesamte Einrichtung der Wohnung. Nachdem wir uns von dem Schock erholt haben, spürten wir, dass wir weiter machen müssen. Eine zweite schwierige Situation war, als wir nach einem Jahr 15 Kinder hatten und die Ausgaben plötzlich in die Höhe gingen. Wir konnten nicht einmal mehr Reis kaufen. Am Morgen war der letzte Reis aufgebraucht und wir wussten nicht, was wir den Kindern abends geben sollten. An diesem Nachmittag kam ein Pilger und brachte einen Sack Reis. Er meinte, Gott sei ihm im Traum erschienen und gab ihm diesen Auftrag.

A.M.: Was sind eure Pläne für die Zukunft?
K.B.: Wir haben ein Grundstück außerhalb der Stadt, auf das wir ein Rehabilitationszentrum für Kinder und Frauen mit Behinderungen bauen wollen. Das Fundament steht schon. In der Mitte des Gebäudes soll ein Spielplatz für die Kinder entstehen, wo sie sich austoben dürfen. Irgendwann wollen wir in der Nähe eine Schule ins Leben rufen, auf die alle Kinder gehen können. Es ist ziemlich schwierig, sie jeden Morgen alle an die jeweiligen Schulen zu bringen.

A.M.: Was passiert, wenn die Kinder ihre Schulzeit beendet haben?
K.B.: Es kommt darauf an, wie gut sie die Schule abgeschlossen haben. Wenn sie sehr gut waren, unterstützen wir sie weiterhin in ihrer Ausbildung. Wenn sie eher praktisch veranlagt sind, beginnen sie gleich zu arbeiten und können sich ihren Lebensunterhalt selbst verdienen. Für manche erwachsene Mädchen haben wir schon einen Ehepartner gefunden. Bisher haben 9 Kinder des GLC die Schule abgeschlossen. Sie kommen immer wieder zum GLC, um uns zu besuchen.

A.M.: Gibt es auch die Möglichkeit ein Kind aus dem GLC zu adoptieren?
K.B.: Nein, das geht nicht. Wir haben einerseits nicht die Erlaubnis, Kinder zur Adoption freizugeben und sind andererseits zu einer großen Familie zusammen gewachsen. Wie können wir ein Kind an eine andere Familie geben, dessen erste Schritte und erste Worte wir gesehen und gehört haben?

A.M.: Vielen Dank für euer Engagement und das Interview!